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Detailbeschreibung
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Betriebssystem: Windows 10, Windows 11
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Eine Remotedesktopverbindung kann direkt über eine RDP-Datei (Remotedesktopprotokolldatei) gestartet werden. Die Datei enthält Daten zur Verbindung (z. B. IP-Adresse, Anmeldename), Anzeige- und Leistungseinstellungen (z. B. Farbqualität, Übertragungsrate) und umgeleitete Geräte (z. B. Laufwerke, Drucker, Zwischenablage). Dadurch kann der Remotedesktop auf Geräte und Ressourcen des lokalen Geräts zugreifen. Ein Angreifer kann diese Funktionen missbrauchen, indem er RDP-Dateien versendet, die eine Verbindung zu einem vom Angreifer bereitgestellten Server herstellt und so u.a. Zugriff auf Dateien und Anmeldeinformationen des Benutzers erhält. Daher zeigt das Remotedesktopverbindungsprogramme eine Warnmeldung an. Die umgeleiteten Geräte / Ressourcen sind aktiviert und sind nach der Bestätigung der Warnung auf dem Remotesystem verfügbar.
Nach der Installation des (Sicherheits-) Update April 2026 (Windows 10 und Windows 11) wurde das Verhalten geändert und ein neuer Warndialog zum besseren Schutz eingeführt. Beim ersten Öffnen einer RDP-Datei nach der Installation dieses Updates wird ein Informationsdialog angezeigt. Nachdem die RDP-Dateiverbindungen in diesem Dialog zugelassen wurde, wird diese für das Benutzerkonto nicht mehr angezeigt.
Im Gegensatz zum alten Warndialog wird der neue Warndialog immer angezeigt (keine Deaktivierung auf dem Gerät möglich). Weiterhin sind die Umleitungen / Ressourcen standardmäßig deaktiviert. Der Benutzer muss explizit die Geräte / Ressourcen aktivieren bzw. bestätigen. Das neue Verhalten und der neue Dialog lassen sich per Registrierungsdatei auch wieder deaktivieren. Möglicherweise wird diese Möglichkeit jedoch in späteren Updates entfernt.
So geht's:
![]() Hinweise:
Versionshinweis: |
| Tipps für Windows 10, Windows 11 | |
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